Liebe Schüler*innen, liebe Kolleg*innen,

die derzeitige Situation ist ungewohnt und birgt zahlreiche Herausforderungen für uns.

Einigen ist die Arbeit im Betrieb nicht möglich, andere wiederum schieben Extraschichten und versorgen uns bspw. im Einzelhandel.

Während bei den einen noch die beruflichen Verpflichtungen dafür sorgen, dass eine gewisse Tagesstruktur und soziale Kontakte erhalten bleiben, führt die Zwangspause bei anderen womöglich zu Frust und Lethargie.

Sind wir mit einer unfreiwilligen Umstellung unseres gewohnten Alltags konfrontiert, so kann dies zu Unsicherheit und Unzufriedenheit führen. Umso wichtiger ist es, trotz der Veränderungen eine Tagesstruktur zu erhalten, welche uns Übergänge signalisiert sowie Orientierung und Sicherheit gibt. Außerdem erleichtert es den Übergang in die Zeit „danach“.  

Hilfreich ist es, an bestehende Gewohnheiten soweit wie möglich anzuknüpfen.  Bspw. durch:

Morgenrituale: 

  • Wecker stellen
  • Sich zurecht machen→ raus aus den Relax-Klamotten
  • Frühstück
  • Zeitung holen, eine Runde mit dem Hund,..

Zeitplan erstellen:

  • Erreichbare Ziele für den Tag/ die Woche formulieren und diese in kleinere Teilziele aufschlüsseln
  • Konkrete Wege / nötige Ressourcen zum Erreichen der Ziele festlegen
  • Typische Arbeits-/ Schulzeit für Erledigungen im Haus oder zur Bearbeitung von Aufgaben nutzen.
  • Zeit für Pausen und Erholung einplanen

Arbeitsplatz anpassen:

Auch wenn das Lernen im Bett vielleicht verlockend klingt, so trägt es doch nicht zur Konzentration bei. Euren Arbeitsplatz solltet ihr abseits von eurem Schlafplatz einrichten, damit auch im Kopf eine Trennung entsteht und ihr euch ganz auf den Lernstoff oder eure Tätigkeiten einlassen könnt.

Sorgt an eurem Arbeitsplatz für eine gewisse Ordnung und versucht optische und akustische Störungen zu minimieren (ihr wisst selbst am besten wieviel Chaos ihr braucht). Legt euch außerdem eure benötigten Arbeitsmaterialien bereit.

Pausen und Erholung:

Niemand kann unendlich lang hochkonzentriert bleiben, nach ungefähr 20 Minuten solltet ihr die Tätigkeit wechseln oder euch für einige Minuten eine Verschnaufpause gönnen. Außerdem ist es ratsam, den Raum für ca. 5 Minuten stoßzulüften- das hilft Müdigkeit vorzubeugen und hält die Konzentration auf Trab.

Sorgt für ausreichend Flüssigkeit (am besten ungesüßt) und leichte Snacks.

Kontakte erhalten und Hobbys pflegen:

Auch wenn ihr eure Kontakte derzeit nicht wie gewohnt pflegen könnt. 

So ist es dank digitaler Medien möglich in Kontakt zu bleiben und sich auszutauschen. Skype, Facetime u.a. machen es möglich, dass wir uns nicht nur hören, sondern auch sehen können- egal wie weit wir voneinander entfernt sind. 

Greift mal wieder zum Telefon und ruft Oma und Opa an, schreibt einen Brief, schickt ein kleines Päckchen mit Selbstgemachtem.

Ist es im Moment nicht machbar, dem gewohnten Hobby nachzugehen, so spinnt Pläne für die Zukunft. Belest euch zu Neuerungen, informiert euch über neue Ausrüstungen, neue Ziele o.ä. und gebt euch damit einen neuen Fixpunkt für die Zukunft.

 

Vielleicht konnte ich hiermit ein paar hilfreiche Anregungen geben, die euch in eurem derzeitigen Alltag unterstützen.  Bleibt gesund.

Auf ein baldiges Wiedersehen in der Schule!

 

Nicole Bohne,

Schulsozialpädagogin